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Hat sie mich gefunden", sprich, aus der NAW (Nicht Alltägliche
Wirklichkeit) heraus kontaktiert, weil gerade der Kanal" offen war
oder war es meinerseits ein Luzidtraum, eine OBE-Erfahrung (ausserkörperliches
Erlebnis -outof-body experience-), ein Wachtraum oder eventuell eine sogenannte
Schamanische Reise", eingeleitet durch eine der Notwendigkeit gehorchenden
unter besonderen Umständen herbeigeführten tiefen Meditation? Ich
habe lange darüber gegrübelt und versucht mich umfassend zu informieren,
zu orientieren. Wie alles seinen Anfang nahm, eine Eigendynamik erfuhr, sich weiter
entwickelte, meine Sichtweise wieder einmal mehr veränderte, in meine Persönlichkeitsentwicklung
eingriff, das Ergebnis liegt jetzt vor und ich lade hier nun ein, erstmal zu lesen
wie alles ganz simpel, alltäglich begann:
Es war im Jahr 2002. Es war September.
Mein Mann und ich weilten mit guten Freunden in Südspanien. Wie schon öfters,
waren wir auch an diesem Abend in einen der Nachbarorte gefahren, um uns mal wieder
Land und Leute" anzusehen, auf der Promenade zu flanieren, hier und
da in den Geschäften nach Mitbringseln für die Daheimgebliebenen zu
stöbern. Vom Auf und Ab, Hier- und Dorthin fussmässig ziemlich
ermüdet, legten wir an einem gerade freigewordenen Tisch einer Tapabar eine
Verschnaufpause ein. Die Männer waren schon wieder hungrig, erbaten vom Ober
die Speisekarte und hatten auch schnell noch eine kleine Leckerei als späten
Imbiss gefunden - knusprig frittierte Meeresfrüchte ganz unproblematisch
als Fingerfood serviert auf einem grossen Teller für alle, das obligatorische
Pan auf fingerdicke Scheiben geschnitten mit Knoblauchbutter und einem süffigen
Tinto - so ließen wir es uns gut gehen, knabberten ab und zu an den verschiedensten
Fischstückchen, diskutierten über dieses und jenes und lauschten den
vom Nachbarrestaurant herüberwehenden Salsa-Klängen. - Knack,
Knirsch - und zum Hinunterspülen einen guten Schluck Tinto hinterher. - Das
war wohl grade eine besonders knackig-frittierte Garnele", dachte ich an
diesem Abend. Am nächsten Morgen wurde ich wach mit Sodbrennen.
Da wir jedoch an diesem Morgen alle mit den Vorbereitungen für das 10-jährige
Jubiläumsfest des ATZ beschäftigt waren, achtete ich nicht weiter darauf
und nachmittags wurde dann zünftig gefeiert und gut gespeist. Bei dem später
danach stattfindenden abendlichen Verdauungsspaziergang am Strand entlang bemerkte
ich erste ziehende Muskelschmerzen in den Beinen und im Rumpfbereich, die sich
in der Nacht noch steigerten. Am darauffolgenden Morgen befiel mich während
des Frühstücks eine große Übelkeit und ich musste ganz schnell
zur Toilette, in deren Nähe ich mich für den Rest des Tages - immer
wieder mit kurzen Sprints dorthin - aufhielt, während die Muskelschmerzen
an Intensität weiter zunahmen. Alle rätselten inzwischen, womit
ich mir wohl den Magen verdorben hätte, bzw. auf was vom Festessen ich denn
nun allergisch" reagierte. Meine diesbezüglichen diversen
Helferlein aus der Reiseapotheke hatte ich mittlerweile aufgebraucht, ohne dass
sich mein Zustand gebessert hatte. Im Gegenteil: Insgesamt ging es mir immer schlechter;
meine Freundin hatte - wieder einen Tag später - schon mal die Adresse der
nächsten Klinik rausgesucht und mein Mann erwog den Abbruch unseres Aufenthaltes
und Rückflug nach Deutschland. Ich wollte nicht und ich war von Anfang an
der Meinung: Ich kenne mich und mein Reaktionsmuster, d a s h
i e r ist gänzlich anders". Da ich von früheren
Aufenthalten wusste, dass die örtliche Apothekerin sich gut in Phythotherapie
auskannte und auch ein grosses Sortiment an pflanzlichen Heilmittel führte,
begleitete mich meine Freundin als Dolmetsch in einem letzten Versuch dorthin.
Nach einem längeren Palaver zwischen den Beiden auf Spanisch präsentierte
die Apothekerin dann einen Katalog pflanzlicher Medizin-Produkte, den ich anhand
der lateinischen Namen der Pflanzen mit den zu meiner Situation passenden Symptomen
durchsuchte. Fügung? Mein Finger stockte bei den therapeutischen Indikationen
von Fumaria officinalis (Erdrauch). Intuition? In dem Moment wusste ich: Das
ist es" - nicht mehr und nicht weniger ! Zurückgekehrt in die
Casa musste ich mich erst einmal von der vorangegangenen Anstrengung erholen;
ich befand mich mittlerweile schon im Stadium der Austrocknung, meine Haut war
ganz welk, faltig; etwas abgekochtes Wasser und einige Salzstangen waren das Einzige,
was ich behielt und so war ich dann auch ganz vorsichtig mit den nächsten
Wasserschlucken und nahm die erste Kapsel mit dem Wirkstoff der Fumaria zu mir
und - ich behielt alles! Das war schon ein erster Fortschritt - auch wenn ich
inzwischen vor Muskel- und Gelenkschmerzen schon nicht mehr aufrecht stehen, geschweige
noch gehen konnte und immer öfters mit Schwindelattacken kämpfte. Deswegen
hatte ich mich auch in den zur Zeit als sichersten Platz empfundenen Ort zurückgezogen:
In's Bett. Dort versuchte ich mich weiter zu erholen und wieder etwas zu Kräften
zu kommen, wobei ich fortwährend die feste Vorstellung hatte - noch nicht
wie das geschehen könnte - aber irgendwie doch ganz konkret und zuversichtlich,
dass das auch wieder besser würde. Doch während ich so dalag und diese
Besserung herbeisehnte, wurden die Schmerzen in den Leistenbeugen und im Hüftbereich
fast unerträglich (vor Jahren hatte bei ähnlichen Schmerzen ein Arzt
die Diagnose Leistenbruch gestellt - die aber nicht haltbar war, ebenso wie die
viel früher öfters diagnostizierten WS-Beschwerden im Steissbein- und
LWS-Bereich, da die Schmerzen spurlos verschwanden nach Darmspülungen !).
Ich sah keinen anderen Ausweg, als eine weitere Kapsel Fumaria zu mir
zu nehmen und mich mitsamt meinem Bettzeug auf den Boden zu begeben, im Bett hielt
ich es nicht mehr aus. Die Härte des Bodens versuchte ich durch Entspannungsübungen
zu mildern und ich konzentrierte mich ganz auf Abschalten von Allem",
Loslassen", von der Alpha-Ebene noch tiefer zu gelangen auf die Theta-Ebene,
zur Schmerzkontrolle die Narkose-Frequenz" zu erreichen. Dazu versuchte
ich meinen Lieblingsort zu visualisieren, was mir umgehend gelang - ich war da
! - an meinem Lotussee" mit den riesengrossen Seerosenblättern,
auf denen es sich so vortrefflich ausruhen ließ; mit seinen unter den
Blättern leise plätschernden kleinen behutsamen Wellen; mit seinem
warmen Wasser, welches meine Schmerzen wegspülte; seinem friedlichen
Nebeneinander und Zusammenleben aller Wesenheiten - ich nahm noch einen tiefen,
tiefen Atemzug und da - passierte es:
Ich
bin die Säure Säure Säure Säure Säure Säure Säure Säure Säure
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Ich
bin die Säure Säure Säure Säure Säure Säure Säure Säure Säure
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~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Ich
bin die Säure Säure Säure Säure Säure Säure Säure Säure Säure"
~
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
wogte es
- wie seit urdenklichen Zeiten mit dem gleichförmigen Auf und Ab der Wellen
aller Ozeane wie sie mal heftig als Brandung gegen Felsen und Riffe klatschen
oder ganz sachte und behutsam am flachen Sandstrand langsam ihre Vorwärtsenergie
verlieren - in meinem Kopf, in meinem Herzen, in meinem Bauch - klar verständlich,
auch wenn ich akustisch nichts hörte - die Stimme war in mir, um mich herum
- überall. Ich war drin in diesem Meer von Säure, dessen Botschaft ich
vernahm und gleichzeitig und unmittelbar war ich mittendrin ! Diese
Botschaft hatte nichts Schreckliches an sich - sie war reine Information, die
ich zur Kenntnis nahm. Ich fühlte mich auch keineswegs bedroht durch diese
Säure". Sie
war in mir und ich war in ihr, ich schwamm quasi in ihr, sie war gleichzeitig
neben mir und um mich herum, ich war von ihr durchdrungen - und ich sah Sie",
ihre Farbe, das sich formende Gewoge, das Schemenhafte - mal die ausgeprägteren,
mal die sich wieder verflüchtigenden, zerfliessenden Konturen -wie es
manchmal beim Fokussieren der Optik, beim Zoomen mit der Spiegelreflexkamera geschehen
kann- eines schon älteren -aber voller Energie, trotzdem irgendwie durchgeistigten-,
weisen, gütigen Gesichtes, dessen kluge, aufmerksame -Verstehen signalisierende-
Augen mich durchdrangen bis in mein Innerstes. Eingerahmt wie von einem Schopf
langer wehender, wogender Haare -mal wie sich hin und her wiegende Pflanzenfasern,
dann wieder wie lange Schilfblätter in der See- blickte dieses Gesicht zu
mir, versenkten sich diese Augen in meine Seele und mit diesen Augen sah ich plötzlich
bestimmte meine Gesundheit betreffende Situationen, Vorkommnisse in meinem Leben
-zurückreichend bis in meine Kinderzeit-. Ich sah - und verstand es nicht,
ich konnte das Gesehene, die Zusammenhänge noch nicht einordnen und während
ich versuchte zu begreifen, was hier geschah, war wieder diese wogende Stimme
in mir, um mich herum, überall: Es
wird alles gut gut gut gut gut gut gut gut gut
~
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Es
wird alles gut gut gut gut gut gut gut gut gut
~
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Es
wird alles gut gut gut gut gut gut gut gut gut
~
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
dann ging
es über in: Bleib
dran dran dran dran dran ~ ~ ~ ~ Bleib
dran dran dran dran dran ~ ~ ~ ~ Bleib
dran dran dran dran dran ~ ~ ~ ~ |
Ich
muss dann wohl eingeschlafen sein, aber - und das Gefühl war mir gewiss,
es glitt mit hinüber
in den Schlaf: Dieses gut", Es wird alles gut". Und
in dieser Nacht begann die Heilung! Overath, den 9.8.2003
©Christel Trompertz >alias LaLoba; - Fortsetzung folgt - siehe
auch auf http://www.laloba.gmxhome.de/download/erdrauch.pdf
Nach diesem Erst-Kontakt mit dem gewöhnlichen Erdrauch (Fumaria officinalis L.)
-
dem schamanischen Konsens entsprechend hatte ich wohl diese Meisterpflanze erfolgreich
"angereist" - folgten monatelange
Recherchen, unterbrochen durch andere gesundheitliche und technische Probleme
(PC). Weiter unten füge ich das Recherche-Ergebnis mitsamt einem Quellenverzeichnis
ein.
Zu
Anfang des II. Teils meiner Aufzeichnungen jedoch ein aufschlussreicher Link
zu Wikipedia mit Pflanzenbeschreibung, Indikationen zur Therapie und Warnhinweisen.
Und hier geht's dann weiter:
E
R D R A U C H - Teil II
|
erdrauch
komm ... komm zu mir die ich einst dein goldenes korn schützen
durfte dort sahst du mich zum ersten mal einen wunderbaren langen sommer
spielten wir hand in hand
komm ... spiel wieder mit mir gib
mir die hand siehe auch ich habe hände wie du und winke dir zu im wind
komm ... tanze mit mir laß los was dich ärgert und quält ich
stärke dir deine mitte beruhige ungutes feuer in dir
komm ... wenn
du heute goldene felder siehst so denke an damals als du mich sahst mitten
unter getreidähren mein leben genießen und stelle bitte dir vor in deinen
gedanken ich sei noch immer dort
|
Bild
und Gedicht am 11. März 2006 per Mail von Grille bekommen zur Veröffentlichung
auf dieser Site das
grille-atelier (margarete augustin-grill) ~ kunst in bild&text ~ workshops
~ und mehr ~ rathausstraße 16, d-53859 niederkassel ~ +0 49 - 02208 -
50 60 314
http://www.grille-layout.de  | | | | Zurückkommend
auf Teil I, dort über den Hintergrund des entstandenen Problems: "-
Knack, Knirsch - und zum Hinunterspülen einen guten Schluck Tinto hinterher.
- Das war wohl grade eine besonders knackig-frittierte Garnele", dachte
ich an diesem Abend."
Des
Rätsels Lösung:
(3 Tage später)
Tja,
was ich da mit dem Tinto runtergespült hatte, war ein Stück Kunststoff
von irgendwas abgebrochen
und dem Koch in der Küche in die Zutaten gefallen.
Meine Verdauungsorgane
reagierten darauf wohl heftigst und wollten diesen als ungenießbar und
nicht verwertbar erkannten Fremdkörper loswerden und mobilisierten alles
was zur Verfügung stand: Magensäure, Gallenflüssigkeit. Da
eine Ausscheidung nicht stattfand, entwickelte sich eine totale Übersäuerung,
deren Niederschlag ich mit Sodbrennen, Übelkeit sowie Muskel- und Gelenkschmerzen
erlebte.
Und dann bekam "Dame Erdrauch" ihren grossen Auftritt:
Durch die Einnahme der Pflanzenwirkstoffe in der Kapsel auf der realen Ebene
- unter Einbeziehung meiner meditativen Technik mitsamt der Visualisierung der
Pflanzen-Deva - also der spirituellen Ebene - erfolgte während des Heilschlafs
wohl ein erneuter Säureschub, der das Corpus delicti nächsten morgens
während der obligatorischen Toilettensitzung im wahrsten Sinne des Wortes
entsorgte.Ja, ich war diese Sorge los. Ich hatte wieder Appetit, das Frühstück
schmeckte und ich vertrug alles. Im Laufe des Tages nahmen auch die Gelenk- und
Muskelschmerzen mehr und mehr ab, so dass ich sogar gegen Abend einen kleinen
ersten Spaziergang am Strand entlang machen konnte, ohne Probleme. Es war fantastisch!
Nach diesem Erlebnis gehört für mich Erdrauch (Fumaria officinalis
L.) zu den Meisterpflanzen schlichthin.
Und sie hat mich auch inzwischen in meiner
realen Gartenwelt gefunden, bzw. mir wurden die Augen geöffnet, so dass ich
sie plötzlich an den verschiedensten Gartenecken und -plätzen fand.
Diesen Sommer konnte ich ein wenig vom Kraut trocknen und habe für bestimmte
Situationen wieder ein Helferlein mehr. |
Meine eigenen Bilder -

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geknipst im eigenen Garten
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Recherchen in
Internet-Foren, per Mail, in medizinischer Literatur, bei Herstellerfirmen:
Erdrauch
Artname, Gattungsname: gemeiner Erdrauch Fumaria officinalis L., Schleichers
Erdrauch Fumaria schleicherii Fumaria spanisch Fumitory englisch Fumenterre
französisch Fumosterno, Fumoterra italienisch Familie: Fumariaceae Erdrauchgewächs
Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Alkaloide ( Berberin, Protopin ), Flavonoide,
Flavonglykoside, Fumarsäure, verwendet wird: Erdrauchkraut Herba Fumariae
rezeptpflichtig, vorsichtig dosieren ! in Deutschland: Fumariae Herba Erdrauch
(Fumaria officinalis) wird auch als Ackerrautenkraut oder Grindkraut bezeichnet
und ist ein uraltes keltisch-germanisches Räuchermittel, wie schon sein lateinischer
Name (Fumaria = Rauch) und sein deutscher Name sagen. Gehört zur Familie
der Mohngewächse. Weitere Bezeichnungen sind: Erdgalle, Erdrautenkraut, Feldraute,
Finsterkraut, Krätzenheilkraut, Krätzenkerbelkraut, Krätzekraut, Taubenkopf, wildes
Weinkraut, gemeiner Erdrauch, Alpraute, Alprauch, Blutkraut, Erdraute, Feldraute,
Fimstert, faule Gret, Herdrauch, Katzenkerbel, Katzenklauen, Krätzheil, Lewkenkraut,
Nonnenrö, Nonnenkraut, Taubenkerbel, Taubenkropf, wildes Weinkraut. Es wächst
an Wegrändern und auf wenig fruchtbarem Boden auf Äckern, Brachland, Schuttplätzen
und in Gärten und ist in Europa, Vorderasien und Nordamerika verbreitet. In Deutschland
wurde es früher anstelle von Tabak geraucht und sollte so bei Kopfweh heilsam
wirken. Im Mittelalter wurde die Pflanze, auch Elfenrauch genannt, bei exorzistischen
Riten zum Austreiben böser Geister und Teufel geräuchert und wurde zu diesem Zweck
in Klostergärten angebaut. Sie wurde angeblich von Hexen und Zauberern benutzt,
um sich unsichtbar zu machen oder um die Geister Verstorbener zu rufen. In
alten Büchern kann man auch lesen, daß junge Mädchen, die Erdrauch an ihrem Busen
tragen, den Mann heiraten, der ihnen dann als erster begegnet. Das Kraut steht
unter dem Einfluß von Jupiter, Mars und Saturn und soll deshalb reinigend und
austrocknend wirken und so auch gut bei Hautleiden und Ekzemen sein. Neben
Artischocke, Gelbwurz-Wurzelstock und Löwenzahn wird auch Erdrauch als Cholagoga
angewendet. Sie findet Verwendung bei krampfartigen Beschwerden im Bereich der
Gallenblase, der Gallenwege und des Magen-Darm-Traktes. Weitere Anwendungsbereiche:
gallenbedingter Migräne, Verstopfung, Wassersucht, Leberbeschwerden, Gicht, Appetitlosigkeit
und allgemeine Schwäche. Zur Blütezeit sammelt man die aufrechten Sprossen,
die gebündelt an einem schattigen Ort zum Trocknen aufgehängt werden. Ab Mai,
den ganzen Sommer, Mai - August / September, später ohne dickere Stängel
das ganze Kraut, einästiger, graugrüner Stängel, etwa 30 cm hoch, mit einer purpurroten
Blüte Als Räucherung sollte Erdrauch mit Kampfer und Weihrauch gemischt werden.
Es entsteht ein stechender Geruch, der die Augen reizt, wenn er allein verbrannt
wird.
Erdrauch wirkt im Frühjahr als Frühjahrkur ( 20 g pro Liter Wasser,
3 Tassen pro Tag trinken ), auflösend, stärkend, treibt schlechte Säfte aus dem
Körper, gegen Krätze, Geschwüre, Ausschläge, Ekzeme. Hautentzündungen, Magen-
und Leberproblemen. Wird bei Leberverhärtung mit Gelbsucht verwendet. Zu empfehlen
auch bei :Melancholie, Wassersucht, Gicht, Leber- und Milzerkrankungen, bei Grind
und Hautausschlägen, gegen Milchschorf der Kinder, Gelbsucht, Leber und Herzleiden,
bei langwierigem Lungenkatarrh, bei Schwindsucht, bei chronischer Verschleimung,
Hämorrhoiden, regt die Bildung von Magen- und Gallensäften an. Leicht abführend
und harntreibend. Gegen Depressionen sollte der Tee kalt getrunken werden.
Als weitere Dosierungsanleitung werden 1,5 g ( 1 Teel. ) genannt. Verwendung
als: Milchabsud, Waschmittel, frische Blätter als Salat. Vielfach wird auch empfohlen,
Erdrauch in Teemischungen zu nutzen die für Frühjahrs-/Herbstkuren Verwendung
finden. Als Tee zwei- bis dreimal täglich 1/2 TL auf 1 Tasse Wasser kurz aufkochen
und dann abgiessen. Man sollte den Tee nicht stärker machen als 2 g. auf eine
Tasse machen. Nach 6 Tagen ist immer ein Unterbrechung der Behandlung die Regel.
Auch sollte man die Tagesdosis über den Tag verteilen und immer nur schluckweise
nehmen, damit schädliche Nebenwirkungen nicht auftreten. Er hat eine blutreinigende
Wirkung (bei erhöhtem Harnsäuregehalt des Blutes). Auch in Frühlingssalaten
kann er verwendet werden, da aber nur in sehr kleiner Menge. Man empfiehlt einen
1-2,5%igen Anteil von Erdrauchblättern in der Gesamtmenge eines Salates, nicht
mehr. Nebenwirkungen: Bei Überdosierung kann es zu Magenbeschwerden kommen.
Der
Saft mit Essig und Honig vermischt als Salbenersatz gegen Krätze und Hautprobleme.
Allerdings soll der Körper vor der Anwendung auch innerlich gereinigt werden.
Erdrauch
Tinktur : Getrocknetes Kraut wird mit mit heißem Wasser angebrüht, einige
Stunden ziehen lassen. Anschließend wird die Flüssigkeit mit Zucker oder Honig
dick eingekocht. Von dieser Mischung sollen tägl. 3 g eingenommen werden.
Homöopathisch
kommt zur Anwendung ab D4, Dil. D4, D6
In Spanien erhielt ich Erdrauch
in der Apotheke als Fumaria
Arkocapsulas der Firma
Laboratorios ARKOPHARMA (Frankreich). In Frankreich ist seit 1986 die Kräutermedizin
durch das Französische Gesundheitsministerium anerkannt. Die Kapseln der Arkopharma
Laboratorios sind 100% pflanzliche Kapseln und bieten eine 100%ige Pulverformulierung
criomolido des aktiven Teils ohne Hilfsstoffe, Farbstoffe oder andere Stoffe.
Die Kapseln sind 100% natürliche Pflanzen. In Spanien werden die Arkocapsulas
vertrieben durch: Laboratorios ARKOCHIM ESPANA SA Meneses, 2 2° Planta Zona
A 28045 MADRID, Tel.: (34) 91 527 15 12, Fax: (34) 91 527 99 91, E-Mail :
marketing@arkochim.es, Website : www.arkochim.es/
In der Übersetzung
heisst es: Indikationen von der Kommission genehmigt und dass die blühende Pflanze
verwendet wird bei plötzlichen Erkrankungen der Gallenblase, Gallengang und
Darm. Die Standardzulassung wird erweitert bei Verstopfung. Auch im Volksmund
als "Reinigung" eingesetzt und bei der grundlegenden Behandlung von Verdauungsstörungen
und bei Dermatitis, Ekzeme, Ichthyosis, Psoriasis, etc. Handelsübliche
Medikamente hier in Deutschland mit dem Extrakt von Erdrauch konnte ich ausfindig
machen (Stand 2003) und da noch mehr über die Wirkungsweise und das Anwendungsspektrum
von Fumaria officinalis L.:
Oddibil-Filmtabletten Zulassungsinhaber
Gerot Pharmazeutika, Wien
Dort heißt es in
der Literatur: Anwendungsgebiete Beeinflussung
der Gallenabsonderung aus der Leber
Wie wirkt
das Mittel? Das Mittel reguliert die Gallenproduktion
und den Gallenfluss. Es wirkt zusätzlich krampflösend am Schließmuskel des Bauchspeicheldrüsen-Gallenganges
und so können die Verdauungssekrete ungehindert abfließen und eine schmerzhafte
Drucksteigerung verschwindet. Unterschiedliche Gallenwegsfunktionsstörungen werden
normalisiert
.In welchen Anwendungsgebieten
wird das Mittel eingesetzt? Bei Schmerzen des
Gallensystems bei: Gallensteinen, wenn eine Operation nicht möglich ist Entzündlicher
Erkrankung der Gallenblase Beschwerden nach Gallenblasenentfernung Weiteres
bei: Gallenkolikartigen Beschwerden der Gallenwege (Dyskinesien) Sogenannter
gallenbedingter Migräne (vorbeugend und als Therapie)
Wie
wird das Mittel angewandt? Die Filmtabletten
werden vor dem Essen geschluckt. Bei Schmerzen in der Nacht wird das Mittel zusätzlich
vor dem Schlafen eingenommen.
Wann darf das
Mittel nicht eingesetzt werden? Bei: Überempfindlichkeit
gegen Inhaltsstoffe des Mittels Verlegungen der
Gallenwege Schwerer Leberzellunterfunktion
Darf
das Mittel von schwangeren und stillenden Frauen angewandt werden? Das
Mittel sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewandt werden, da
keine ausreichenden Erkenntnisse über eine Anwendung während dieser Zeit vorliegen.
Welche Nebenwirkungen können auftreten? Übelkeit
Magenschmerzen Durchfall, aber auch Verstopfung, Schwindel, Schläfrigkeit, Kopfschmerz.
Wechselwirkungen sind mit folgenden Substanzen
bekannt: Keine bekannt. ---------------------------
Bilobene-Filmtabletten Zulassungsinhaber
Ratiopharm Arzneimittel, Wien
Dort
heißt es in der Literatur: Anwendungsgebiete Reguliert
die Gallensekretion
Wie
wirkt das Mittel? Das
Mittel reguliert eine krankhaft veränderte Ausschüttung von Gallenflüssigkeit
und wirkt krampflösend auf den Schließmuskel des gallenableitenden Kanals.
In
welchen Anwendungsgebieten wird das Mittel eingesetzt? Bei:
Kolikartigen Gallenbeschwerden ohne organische Ursache (Dyskinesien der Gallenwege)
Schmerzzuständen
bei Gallensteinen, wenn ein operativer Eingriff nicht möglich ist Schmerzen
bei entzündlichen Erkrankungen von Gallenblase und Gallenwegen Beschwerden
nach Gallenblasenentfernung (Postcholezystektomie-Syndrom) Beschwerden
nach Hepatitis mit Gallenstauung Gallenbedingter
Migräne (biliäre Migräne)
Wie
wird das Mittel angewandt? Die
Filmtabletten werden vor dem Essen unzerkaut mit etwas Flüssigkeit geschluckt.
Bei Schmerzen in der Nacht wird das Mittel zusätzlich vor dem Schlafen eingenommen,
sowie nach Bedarf bei akuten Schmerzzuständen.
Wann
darf das Mittel nicht eingesetzt werden?
Bei Überempfindlichkeit gegen Inhaltsstoffe des Mittels
Darf
das Mittel von schwangeren und stillenden Frauen angewandt werden? Über
eine Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit entscheidet Ihr Arzt.
Welche
Nebenwirkungen können auftreten? Appetitlosigkeit,
Völlegefühl, Mundtrockenheit, Übelkeit
Wechselwirkungen
sind mit folgenden Substanzen bekannt: Keine bekannt ---------------------------
Zur
Therapie
mit Fumarsäure (Inhaltsstoff
des Gemeinen Erdrauchs - Fumaris officinalis)
als Hilfe bei Psoriasis und anderen Erkrankungen fand ich folgendes: Bereits
1959 entdeckte der schwäbische Chemiker Walter Schweckendieck die entzündungshemmenden
Eigenschaften der Fumarsäure, die in der Natur unter anderem im Erdrauch, einer
zur Familie der Mohngewächse zählenden Feldpflanze, vorkommt. Der
in Bad Säckingen tätige Arzt Dr. Günther Schäfer griff die Erkenntnisse Schweckendiecks
in den 70er Jahren auf und entwickelte aus seinen Erfahrungen mit Psoriasis-Patienten
Dosierungen und Therapien. Schäfers Therapiekonzepte und seine Behandlungserfolge
stießen bei der etablierten Schulmedizin jahrelang, wie nicht anders zu erwarten,
auf große Skepsis. Der Durchbruch kam, als in den 90er Jahren groß angelegte medizinischen
Studien renommierter deutscher Universitäten die Wirksamkeit der Fumarsäure wiederholt
bestätigten. Die Fumarsäure ist Inhaltsstoff des Gemeinen Erdrauchs (Fumaris officinalis),
einer in Mitteleuropa weit verbreiteten Heilpflanze. Sie wird oft als freie Fumarsäure
bezeichnet um sie von ihren Salzen und Estern zu unterscheiden. Den meisten der
Psoriatiker kann mit der FumarsäureTherapie geholfen werden, ist Dr. Schäfer überzeugt.
Nach Ansicht des Wissenschaftlers ist das therapeutische Potenzial der Fumarsäure
aber längst nicht ausgeschöpft. Durch
die entzündungshemmende Wirkung im Bereich der Immunerkrankungen seien auch gute
Therapieerfolge bei Neurodermitis, Rheuma, Psoriasis bedingten Gelenkerkrankungen,
Multipler Sklerose und Morbus Crohn zu erwarten. In
einer Langzeitstudie an der Ruhr-Universität Bochum wurde zur Zeit meiner Recherche
unter anderem die Wirkung von Fumarsäure-Ester gegen Morbus Bechterew untersucht.
Die bisherigen Zwischenergebnisse der Studie bestätigen Dr. Schäfers Vermutung .---------------------------
Und
bei www.deam.de
fand ich passend zum zuvor Zitierten: Jetzt
anerkannt: Fumarsäure hilft gegen Schuppenflechte Seit
Jahrhunderten kennt man eine Heilpflanze mit dem Namen Blausporn, auch Erdrauch
genannt. Man hat Tee daraus zubereitet und gegen Gallenleiden eingesetzt. Der
Hauptwirkstoff in diesem Kraut ist die Fumarsäure. Jüngste Forschungen beweisen,
was viele Wissenschaftler schon lange behauptet haben: Die Fumarsäure ist nicht
nur ein wichtiger Baustein für den Stoffwechsel, sondern kann auch erfolgreich
gegen Erkrankungen des Immunsystems eingesetzt werden. Im Rahmen einer bundesweit
vernetzten Studie an zwölf deutschen Universitäten konnte jetzt bestätigt werden:
Die Fumarsäure ist ein hervorragendes Mittel gegen die Schuppenflechte. Zum ersten
Mal berichtete der schwäbische Chemiker Walter Schweckendieck im Jahr 1959 über
einen Selbstversuch: Nach einer Behandlung mit Fumarsäure verschwand seine schwere
Schuppenflechte vollkommen. Er konnte aber die Medizin vom Einsatz dieser Substanz
nicht überzeugen. Die Fumarsäure war jahrelang umstritten und wurde von Psoriasispatienten
nur unter dem Ladentisch gekauft. Nun aber ist die Wirkung wissenschaftlich untermauert.
Eine gute Nachricht für die rund 3 Millionen Menschen in Deutschland, die an Schuppenflechte
leiden. An der Wake Forest University in Winston-Salem in North Carolina, USA,
hat eine Patientenbefragung ergeben: Der Leidensdruck der Menschen mit Schuppenflechte
ist oft größer als bei Krebspatienten. Die Fumarsäure wird gegen Schuppenflechte
im Rahmen einer Fumadermtherapie angewendet. Die Patienten bekommen den Wirkstoff
in Form von Tabletten. Dazu berichtet Prof. Dr. Peter Altmeyer, Direktor der Dermatologischen
Klinik der Ruhr-Universität in Bochum: „Wir haben bereits mehrere tausend Psoriasispatienten
mit der Fumadermtherapie behandelt. In den meisten Fällen verschwand die Schuppenflechte
komplett." Prof. Dr. Enno Christophers, Direktor der Hautklinik in Kiel, einer
der international renommiertesten deutschen Dermatologen, betont, dass die Fumarsäure
ausgesprochen geringe Nebenwirkungen zeigt, wenn man sie mit Psoriasispräparaten
vergleicht, die Cortison oder Ciclosporin enthalten. Die Schuppenflechte ist eine
chronisch entzündliche Erkrankung, die sich an der Haut abspielt. Voraussetzung
sind bestimmte Gene des Immunsystems, die den Impuls für diese Entzündung geben.
Auslöser können sehr oft bakterielle Infektionen sein. Oder äußere Reize. Die
meist lebenslange Behandlung kann oft nur zeitweise Linderung von Schmerzen, Juckreiz
oder Hautausschlägen bringen, erkauft durch neue gesundheitliche Risiken von den
Nebenwirkungen. Daher ist der Nürnberger Priv. Doz. Dr. Ekkehard Jecht aus dem
Vorstand des Deutschen Psoriasis-Bundes der Fumadermtherapie gegenüber so positiv
eingestellt. Grund dafür sind nicht nur die geringen Nebenwirkungen, sondern vor
allem die Behandlungserfolge.Das hat andere Wissenschaftler neugierig gemacht.
Und so meint Prof. Dr. Thomas Bieber, Chef der Dermatologischen Universitätsklinik
Bonn: „Da die Fumarsäure derart erstaunlich gegen Erkrankungen des Immunsystems
wirkt, ist anzunehmen, dass man die Fumarsäure auch gegen andere Immunerkrankungen
wie Neurodermitis, Rheuma und Arthritis einsetzen kann."
Zu
dem Mittel für Psoriasis "Fumaderm" habe ich hier die Gebrauchsanweisung
von der Psoriasis-Site verlinkt: http://www.psoriasis-support.de/media/ms/on/gebrauchsinfo_fumaderm_initial_070228.pdf
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