Was
ist Ayurveda? Ayur Veda - ist die Wissenschaft vom Leben.
Der Ayurveda ist die in der Praxis über Jahrtausende erprobte
Heilkunst des alten Indiens, die gegenwärtig über verschiedene Richtungen,
z. B. Mahindri oder Maharishi und diverse andere eine weltweite Verbreitung erfährt.
Der breitgefächerte Einsatz der 20 klassischen Heilmethoden des Ayurveda
dient der Wiederherstellung der Gesundheit genauso wie der umfassenden Vorbeugung
von Krankheiten. Das Ziel des Ayurveda ist ein langes und gesundes Leben - und
letztendlich die Selbstfindung des Menschen.
Die Ursprünge des Ayurveda lassen sich ca. 5000 Jahre zurückverfolgen.
Im Laufe seiner Geschichte hatte der Ayurveda nicht nur großen Einfluß
auf das medizinische Denken im asiatischen Raum. Von Hippokrates, dem bedeutendsten
Vertreter der alten griechischen Heilkunde, wird überliefert, dass er in
enger Anlehnung an das Wissens- und Lehrsystem des Ayurveda behandelte. Sein Einfluss
reicht weit über die Grenzen Griechenlands hinaus und hat das medizinische
Denken des Abendlandes bis in die jüngste Gegenwart beeinflusst. So enthält
der von ihm formulierte "hippokratische Eid" die sittlichen Leitgedanken
reinen Arzttums, zu denen sich auch der Arzt unserer modernen Medizin bekennt.
Bedeutende Auswirkungen hatte der Ayurveda unter anderem auch auf die Medizin
des alten Ägypten und er bildete die Grundlage für die bis heute ausgeübte
traditionelle chinesische Medizin. Das Wissen dieser uralten Ganzheitsmedizin
wurde anfangs nur mündlich weitergegeben; die ersten schriftlichen Aufzeichnungen
sind ungefähr 2500 - 3000 Jahre alt. Diese klassischen Schriften stammen
von den beiden Autoren Maharishi Charaka, dem Begründer der Inneren Medizin
des alten Indiens, sowie von Maharishi Sushruta, der mehr chirurgisch ausgerichtet
war. Daneben bestanden schon damals eigenständige Fachzweige wie:
- Kinder- und Frauenheilkunde, - Psychiatrie, - Toxikologie, - Rasayanas:
Nahrungsmittelzusätze, welche den Körper widerstandsfähiger gegen
die Einflüsse des Alterns machen.Jahrtausendelang
war der Ayurveda die einzige medizinische Tradition Indiens und auch heute noch
werden dort ca. 80 % der Bevölkerung mit ayurvedischen Methoden behandelt.
Immer wieder gab es Zeiten der Stagnation dieses Wissens, vor allem während
der Besatzung durch Muslims und Engländer. Immer aber setzte sich dieses
ganzheitliche Gesundheitssystem wieder durch und erlebte neue Blütezeiten.Sushruta
schrieb (um 1500 vor Christus): "Ein Mensch wird gesund genannt, dessen
Physiologie im Gleichgewicht ist, dessen Verdauung und Stoffwechsel gut arbeiten,
dessen Gewebe- und Ausscheidungsfunktionen normal sind und dessen Seele, Geist
und Sinne sich im Zustand dauerhaften inneren Glücks befinden."
Zeitenüberdauernder und top-aktueller Ayurveda: Vorstehendes erinnert doch
direkt an die Gesundheits-Definition der WHO.Gegenwärtig
erweckt der Ayurveda überall auf der Welt steigendes Interesse. Der Maharishi
Ayurveda entstand aus der Zusammenarbeit führender Ayurveda-Kapazitäten
Indiens und westlicher Mediziner, die die ursprüngliche Potenz des Ayurveda
wiederbelebten, und die wichtigsten therapeutischen Richtungen zu einer sinnvollen
Ganzheit vereinten. In nahezu allen westlichen Ländern der Erde sind
in den letzten Jahren Gesundheitszentren unter medizinischer Leitung eröffnet
worden, die den Heilung Suchenden praktische und theoretische Hilfe mit dem breitgefächerten
Ansatz des Ayurveda anbieten. Die tatsächliche Wirksamkeit der überlieferten
Verfahren wird durch wissenschaftlich kontrollierte Studien überprüft,
die experimentellen Ergebnisse durch eine weltweite Ärztevereinigung verfügbar
gemacht, um ein rasches und solides Wachstum dieses Gesundheitssystems zu gewährleisten.Ayurveda
ist ein Sanskrit-Wort "Ayuh" bedeutet Leben, während "Veda"
für das ganzheitliche Wissen steht, das, seit Jahrtausenden überliefert,
sich mit dem Ursprung und der Entwicklung des Menschen und des Universums befasst.
Wörtlich übersetzt heisst Aruveda soviel wie "Die Wissenschaft
vom Leben". Und tatsächlich geht es um ein breit angelegtes Vorsorgeprogramm,
um Gesundheitsstörungen zu vermeiden und darüberhinaus den physiologischen
Alterungsvorgang zu verlangsamen. Als Basis jeder Therapie arbeitet der Ayurveda
mit den drei Doshas. Diese sind die drei grundlegenden Funktionsprinzipien, körperlich-geistige
Wirkprinzipien, die die gesamten körperlichen und seelischen Vorgänge
im Menschen regeln, ebenso den gesamten Kosmos durchdringen und sich ausdrücken
in biologischen Tagesrhythmen, Nahrungsmitteln, Heilkräutern, dem Einfluss
der Jahreszeiten: Vata - das Bewegungsprinzip Pitta - das
Hitze- und Stoffwechselprinzip, und Kapha - das Prinzip der Struktur-
und Festigkeit.Dazu
aus der Charaka-Samhita - dem Urtext des Ayur-Veda: Über die Beziehung
zwischen Geschmack und Doshas: Die Wirkungen von Rasa (Geschmacksrichtungen,
Dravya (Substanzen), Doshas (Wirkprinzipien) und Vikara (Krankheiten)
Es gibt sechs Rasas: süss, sauer, salzig, scharf, bitter und herb. Richtig
angewandt, erhalten sie den Körper, andernfalls beeinträchtigen sie
die Doshas. Es gibt drei Doshas: Vata, Pitta und Kapha. Im Normalzustand sind
sie dem Körper nützlich, im gestörten Zustand hingegen verursachen
sie verschiedene Krankheiten. Drei Geschmacksrichtungen erhöhen ein Dosha,
die anderen drei besänftigen es. Scharf, bitter und herb erhöhen Vata;
süss, sauer und salzig besänftigen es jedoch. Scharf, sauer und salzig
erhöhen Pitta, indes süss, bitter und herb es beruhigen. Süsse,
saure und salzige Geschmacksrichtungen erhöhen Kapha; scharfe, bittere und
herbe besänftigen es. Wenn Rasas (Geschmacksrichtungen) und Doshas (Wirkprinzipien
zusammentreffen, erhöhen die Rasas bei regelmässigem Gebrauch die Doshas,
deren Eigenschaften den ihren am meisten gleichen, und beruhigen die Doshas, deren
Eigenschaften ihnen am meisten entgegengesetzt sind - Charaka I, 4 - 7.Sehr
gut dazu auch dieser kurze grafische Überblick zu Ayurveda Ayurveda
- Begriffe - Ernährung Die drei Doshas:
Unter Doshas versteht der Ayurveda die Prinzipien, welche Körper und Geist
harmonisch zusammenspielen lassen. Sie regulieren den gesamten Stoffwechsel und
die allgemeinen körperlichen Vorgänge ebenso wie die geistige Verfassung
des Menschen. Dass die Doshas in jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt
sind, zeigt sich deutlich in den verschiedenen Konstitutionstypen. Reine Vata-,
Pitta- oder Kapha-Typen sind jedoch selten. Der Vata-Typ hat einen leichten
Körperbau und zartgliedrige Gelenke. Die Haut ist eher trocken, Appetit und
Verdauung sind unregelmässig. Vata-Menschen sind aktiv, ruhelos und haben
eine rasche Auffassungsgabe. Der Schlaf ist leicht und kurz. Sie neigen zu Ängstlichkeit,
Nervosität und Vergesslichkeit. Der Pitta-Typ ist von mittlerer Statur,
mit weicher Haut und feinem Haar. Er hat einen guten Appetit und ein rasch arbeitendes
Verdauungssystem. Sein Intellekt ist klar und er übernimmt gern Führungspositionen.
Pitta-Typen sind leicht reizbar und können schnell ungeduldig, eifersüchtig
oder aggressiv werden. Der Kapha-Typ ist eher rundlich, hat kräftiges
Haar und leicht fettige Haut. Stoffwechsel und Verdauung sind träge. Der
Kapha-Typ ist meist entspannt, hat einen gesunden Schlaf, Durchhaltevermögen
und ein ausgezeichnetes Gedächtnis. Er ist tolerant, neigt jedoch zu Trägheit
und Bedächtigkeit. Anschaulich in einer weiteren Grafik: Sitz der Doshas Als
erster Schritt bei jeder ayurvedischen Therapie bestimmt der Arzt die Konstitution
des Patienten, d.h. er untersucht in welcher Ausprägung die drei Doshas vorhanden
sind und nimmt durch eine sehr detaillierte Untersuchung eine Typenbestimmung
vor. Dadurch würdigt er den persönlichen Hintergrund, die Eigenart
und Einmaligkeit jedes Patienten und kann auf dieser Grundlage eine völlig
individuelle Therapie planen, die gerade diese Eigenheiten in gezielter Weise
für den Therapieerfolg ausnutzt. Besonders beachtet werden im Ayurveda
die Frühzeichen und Frühstadien von Krankheiten, die oft noch durch
einfache Korrekturen der Lebensweise ausgeglichen werden können. Eine
auf den Einzelnen zugeschnittene Beratung gehört zu jeder Diagnosestellung
des ayurvedischen Arztes. Dabei werden die Einflüsse von Ernährung,
Verhalten, Klima, Stresseinwirkungen und allen anderen Umweltfaktoren mit berücksichtigt.
Bei tieferliegenden Krankheiten wird eine Behandlung so massgeschneidert, dass
nicht nur die im Vordergrund stehende Krankheit ausgeheilt, sondern das ursprüngliche
geistige und körperliche Gleichgewicht des Patienten wiederhergestellt wird.
Ein Patient ist also nicht nur dann gesund, wenn er keine körperlichen Beschwerden
hat, sondern wenn er gleichzeitig frohen Mutes an sein Leben herangeht, erfolgreich
in seinen Unternehmungen ist und ein nach allen Seiten hin ausgefülltes und
dynamisches Leben führen kann. Im Ayurveda wird demnach eine ganze Palette
von Anzeichen für eine vollkommene Gesundheit angestrebt, die Körper,
Geist, Umwelt und Verhalten als gleichberechtigte Bereiche menschlichen Daseins
betrachtet. Die
therapeutischen Anwendungsgebiete des AyurvedaDiesem
hohen Gesundheitsanspruch steht eine ebenso grosse Bandbreite therapeutischer
Ansätze des Ayurveda gegenüber: Ernährungstherapie
Ernährung wird im Ayurveda als einer der wichtigsten gesund erhaltenden bzw.
krank machenden Aktoren erachtet. Dabei gibt es im Ayurveda keine komplizierten
Diätpläne oder neue Ernährungsideologien. Vielmehr geht er davon
aus, dass der Körper eines jeden Menschen so intelligent ist, dass er genau
diejenigen Bedürfnisse nach bestimmten Nahrungsmitteln hervorruft, die er
braucht, um sich wohlzufühlen und gesund zu bleiben. Funktioniert dieser
natürliche Instinkt jedoch nicht mehr in der erforderlichen Weise, wird die
individuelle Konstitution des Patienten bestimmt und dann entsprechend die Ernährung
zusammengestellt. In der Regel werden diese Ratschläge vom Patienten auch
gut umgesetzt werden können, da sie seinen natürlichen Bedürfnissen
entsprechen.Empfehlung
zum Verhalten Grundsätzlich beurteilt der Axurveda jeden Umwelteinfluss
systematisch in seiner Wirkung auf die Doshas und damit auf die Konstitution des
Menschen. Das gilt besonders für die Ernährung, jedoch auch für
die verschiedenen Verhaltensweisen. Dazu gehören die individuelle Lebensweise,
berufliche Tätigkeit, Tag- und Nacht-Rhythmus, sportliche Betätigung,
Klima und Jahreszeiten usw.Programme
zur körperlich-geistigen Vorbeugung Während im Westen die Entwicklung
der psychosomatischen Medizin als ein entscheidender Durchbruch im Verständnis
von Gesundheit und Krankheit gepriesen wird, gilt im Ayurveda schon seit alters
her das seelisch-geistige Gleichgewicht als Voraussetzung für eine stabile
Gesundheit. Der Ayurveda geht hier sogar noch einen Schritt weiter und spricht
davon, dass die gewünschte Balance im Stoffwechsel und geistigen Erleben
nur dann von Dauer sein kann, wenn der Patient regelmässig Kontakt mit der
Quelle aller Ordnung in sich aufnimmt. Dieser Bereich wird als Transzendenz oder
reines Bewusstsein bezeichnet und kann subjektiv als tiefe Stille, Harmonie, Unbegrenztheit
und Freude erfahren werden. Zu den vorbeugenden Verfahren gehören:
- Pranayama (Atemübungen zur neurorespiratorischen Integration),
- Yoga-Asanas (Körperübungen zur neuromuskulären
Integration), - Meditation, die den Geist die
Bereiche innerer Stille erfahren lässt. Nahrungsmittelzusätze
Die Erhaltung und Verlängerung der Lebensspanne ist ein grosses Anliegen
des Ayurveda. Richtige Ernährung, situationsgerechtes Verhalten, Meditation
und schliesslich die Reinigungsverfahren sind ein Teil des Weges zu einer Verlangsamung
des Alterungsprozesses. Darüber hinaus bietet der Ayurveda Präparate
aus Kräutern und Mineralien an, die, speziell zubereitet, den Körper
widerstandsfähiger gegen die Einflüsse von Krankheiten und des Alterns
machen. Diese Nahrungsmittelzusätze sollen schon in jungen Jahren eingenommen
werden. Ziel des Ayurveda wäre es dann im Einzelfall, den Alterungsvorgang
weitgehend zu stoppen. Medikamente des Ayurveda Ayurvedische Medikamente
haben den harten Test der Zeit überstanden. Im Maharishi Ayurveda werden
sie entsprechend den alten Familiengeheimnissen hergestellt und zugleich einer
Qualitätskontrolle nach westlichem Standard unterzogen. Dabei ist ein
besonderer Vorteil der ayurvedischen Medikamente, dass sie frei von Nebenwirkungen
sind. Aufgrund ihrer besonderen Zusammensetzung und Herstellung sind sie nicht
nur gegen den im Vordergrund stehenden Krankheitsprozess gerichtet, sondern wirken
insgesamt tonisierend und regulierend auf die Physiologie und den Stoffwechsel.
Ayurvedische Reinigungstherapie Eine wichtige Rolle sowohl in der Vorbeugung
als auch in der Therapie bilden die ayurvedischen Reinigungstherapien, auch Panchakarma-Therapien
genannt. Immer dann, wenn durch falsche Ernährung und falsches Verhalten,
durch die Einflüsse der Jahreszeiten und andere Umweltfaktoren das Ungleichgewicht
der Doshas im Körper zunimmt, und es damit zu vermindertem Wohlbefinden kommt,
sind die ayurvedischen Reinigungstherapien angezeigt. Sie führen zu einer
sanften, jedoch sehr grundlegenden Ausleitung von Unreinheiten aus dem Körper
und stellen das verlorengegangene physiologische Gleichgewicht wieder her. Diese
Behandlungen werden als durchweg sehr angenehm empfunden und haben zusätzlich
einen tieferen beruhigenden und harmonisierenden Einfluss auf den Geist. Mit
der körperlichen Reinigung geht erfahrungsgemäss auch viel psychischer
Ballast verloren, und die feineren emotionalen Qualitäten wie Freude und
Herzlichkeit können sich besser entfalten. Panchakarma ist bei fast allen
chronischen Krankheitsbildern angezeigt. Dazu gehören ein Grossteil der rheumatischen
Erkrankungen, Stoffwechselleiden, Störungen und Entzündungen des Verdauungstraktes,
einzelne Erkrankungen des Nervensystems, psychosomatische Störungen usw.
Beim Gesunden führt die Reinigungsbehandlung zu mehr Energie und Vitalität,
einer grösseren Lebensfreude, einer Stärkung von Gesundheit und Abwehrkraft
und zu einer Verjüngung der gesamten Physiologie. Erfahrungen
mit dem Ayurveda in DeutschlandIn
der letzten Zeit gibt es eine zunehmende Fülle von Informationen über
Ayurveda. Eine ganze Reihe von Deutschen machten sich sogar nach Indien auf, um
z.T. mit beeindruckenden Heilerfolgen wieder nach Hause zurückzukehren, bereichert
um ein tieferes Verständnis der Zusammenhänge im menschlichen Leben.
Aber auch hier in Deutschland fasst diese alte Volksheilkunde aus dem fernen
Indien vermehrt Fuss: In der Nähe von Osnabrück, im Luftkurort Schledehausen,
besteht seit 1985 das erste Ayurveda Gesundheitszentrum Deutschlands und im "Parkschlößchen"
Bad Wildstein, nahe Traben-Trabach, führen jetzt Dr. Wachsmuth / Ingeborg
Jäger das Zepter, vormals Ayur-Veda Gesundheitspraxis Iserbrooker Weg 56,
22589 Hamburg. (An dieser Stelle noch mal mein Hinweis auf die Verzeichnisse der
Therapeuten und der ]Zentren ). Die dort aufgeführten tätigen westlichen Ärzte
verfügen über eine Zusatzausbildung und behandeln mit den klassischen
Methoden des Ayurveda sowohl Gesunde als auch Kranke. Viele Patienten sind
so begeistert von diesem neuen-alten Gesundheitsansatz, dass sie in regelmässigen
Abständen Gebrauch von der immer weiter aufbauenden Wirkung der ayurvedischen
Verfahren machen. Meist stehen im Mittelpunkt einer längeren Behandlung die
klassischen Therapien des Panchakarma, wie intensive Ganzkörper-Ölmassagen,
Kräuterdampfbehandlungen und -packungen, Darmreinigungen, Entspannungsbäder
sowie eine ganze Reihe weiterer harmonisierender und heilender Massnahmen.
Eine intensive Gesundheitsberatung mit vielen Gruppentreffen und Vorträgen
rundet die körperliche Reinigung und Revitalisierung ab und führt zu
tieferem Verständnis der Zusammenhänge zwischen Ernährung, Stress
im Alltag, zwischenmenschlichem Verhalten, Anwendung von verjüngenden und
verschönernden Massnahmen und vielem mehr. In einer ruhigen und entspannenden
Atmosphäre fällt es leicht, gute Vorsätze für zu Hause zu
fassen und um viele neue Tipps bereichert dem Alltag wieder gegenüberzutreten.
Dabei ist der Ayurveda keine "Hau-Ruck-Medizin"; statt dessen übt
sich der Patient im langsamen Abbau anstrengenden und schädlichen Verhaltens
zugunsten des Aufbaues neuer und gesundheitsfördernder Gewohnheiten.
Aber auch für eine kurze Diagnose und Beratung findet sich Zeit: Hier werden
meist individuelle Empfehlungen für die Ernährung und die Gestaltung
des Tagesablaufes gegeben, sowie durch die Gabe von ayurvedischen Kräuterpräparaten
Heilungen angestrebt. Die ayurvedischen Heilmittel sind häufig so erfolgreich,
dass sich sonst schwer zu beeinflussende und chronische Krankheitsbilder wie Asthma,
hoher Blutdruck, Erschöpfungszustände, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen
u.v.a.m. oft in relativ kurzer Zeit zurückbilden. Aus diesem Grund hat auch
die grösste private Krankenversicherungsgesellschaft der Niederlande seit
1988 ihren Mitgliedern die volle Übernahme der Kosten für ayurvedische
Methoden zugesichert. Erfahrungen deutscher Patienten weisen in die gleiche positive
Richtung. Zitat einer Patientin: "Ich fühle mehr geistige Stabilität,
weniger Traurigkeit, der Körper ist kraftvoller, dadurch habe ich mehr Leistungsfähigkeit,
Ermüdung setzt später ein als vor der Panchakarma-Behandlung. Druck
und Völlegefühl nach dem Essen sind weniger geworden, Intuition, Einklang
mit mir selbst und meine Wahrnehmungsfähigkeit sind verbessert. Ausserdem
konnte ich feststellen, dass ich nun besser in der Lage bin, auf meine "Innere
Stimme" zu hören, das Leben macht einfach mehr Spass, mein positives
Lebensgefühl hat sich gesteigert". Ablauf
einer Panchakarma-BehandlungDie
Erstuntersuchung Grundlage ist eine eingehende ärztliche Untersuchung
nach westlichen und ayurvedischen Gesichtspunkten. Der individuelle Konstitutionstyp
des Patienten wird festgestellt, ein Therapieplan zur Erholung, Wiederherstellung
und zur Erhaltung der Gesundheit wird ausgearbeitet.Die
Vorbehandlung Eine fein abgestimmte Diät dient zur Mobilisierung physiologischer
Unreinheiten in den Geweben. Ein Reinigungsverfahren schließt diese erste
Phase der Behandlung ab. Dies führt häufig schon zu einem bemerkenswerten
Umschwung im Befinden des Patienten in Richtung vermehrter innerer Klarheit sowie
körperlicher und geistiger Leichtigkeit.Die
Hauptbehandlungen Sie nehmen täglich zwei bis drei Stunden in Anspruch
und werden als äußerst angenehm empfunden: Abhyanga Ganzkörper-Synchronmassagen
mit verschiedenen Ayurvedischen Ölen, die von zwei Therapeuten gleichzeitig
ausgeführt werden. Shirodara eine spezielle Ölbehandlung
des Kopfes mit ungewöhnlich tief-greifender, entspannende Wirkung. Svedana
Kräuterdampfbäder Pizzichilli die "königliche
Therapie", eine Behandlung unter dem warmen Ölstrahl,wobei die positiven
Wirkungen von Massage-, Entspannungs- und Wärmetherapie vereint zur Geltung
kommen. Vishesh ebenfalls eine Ganzkörper-Synchronmassage,
die mit stärkerem Druck ausgeführt wird und tiefere Gewebeschichten
erreicht. Bastis Große und kleine Einläufe, die je
nach ärztlicher Verordnung reinigende, beruhigende oder nährende Wirkung
haben.Ergänzende
Behandlungen Während die Vorbehandlungen und die Hauptbehandlungen den
gesamten Organismus reinigen und vitalisieren, helfen die Ergänzenden Behandlungen
spezifische Störungen zu lindern: Nasya Nasenbehandlung für
die Nasennebenhöhlen mit Massagen im Schulter- und Kopfbereich, Inhalationen
unter Verwendung bestimmter ätherischer Öle für die Nase.
Marma eine sanfte Stimulation von Reflexpunkten der Haut mit Ölen,
die laut ayurvedischen Klassikern mit den inneren Organen in Verbindung stehen.
Netra Tarpana Augenbehandlung mit avurvedischen Ölen und
äußerer Anwendung von Heilkräutern. (wird fortgesetzt)
Ergänzung:
Hier in Deutschland hat sich der Ayurveda auch der Behandlung von "Zappelphilipp-Kindern"
angenommen. Hier habe ich dazu einen guten Beitrag verlinkt: Hyperaktive
Kinder aus ayurvedischer Sicht - von Leela Mata -
Für eigene Berichte, Erfahrungen damit und eine Diskussion
im Schwarzmondfrauen-Forum Dazu aktuell "Mit
Ayurveda in den Frühling" Fragebogen
zum Konstitutionstyp Zentren- und Therapeuten-Adressen-Liste
Quellen und weiterführende Literatur-Liste
ist hier
©2010
(Überarbeitung) Christel Trompertz —› alias La Loba —› alias Grauschnauze,
(Erstveröffentlichung 6.07.2005 auf schwarzmondfrauen.de)
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